Beihilfe zum fiktiven Mord

Beihilfe zum fiktiven Mord

Wer seine Figuren stilvoll das Zeitliche segnen lassen möchte, kommt nicht umhin, sich mit Methoden und Möglichkeiten auseinanderzusetzen, fiktive Morde zu begehen. Auch ist es kein Fehler, sich mit den (Un-)Tiefen der menschlichen Psyche zu beschäftigen.
Eine kleine, aber umso feinere Auswahl empfehlenswerter Lektüre für Schreibtischtäterinnen und Tinten-Killer.

TECHNIK & AUSRÜSTUNG

Douglas P. LyleCSI-Forensik für Dummies: Wie erkennt man an einer Schädelverletzung die Todesursache? Wie funktioniert die Untersuchung von Projektilen? Welche Möglichkeiten bietet die DNA-Analyse?
Douglas P. Lyle klärt über die Arbeit der Kriminaltechniker auf
und stellt bekannte und kuriose Fälle sowie deren Lösung vor.

Umfassend, leicht verständlich, ein Must-have für alle, die Krimis lieben.

Manfred BüttnerVon Arsen bis Zielfahndung. Das aktuelle Handbuch für Krimiautorinnen und Neugierige: Von der korrekten Art, Funksprüche abzusetzen, über eine Auflistung, welche Abteilung wann am Tatort eintrifft, bis zur Besoldung der einzelnen Dienstränge steht hier
ein Arsenal an Fakten zur Verfügung.

Macht schon beim Lesen Lust aufs Krimi-Plotten.

Steven Kerry BrownThe Complete Idiot’s Guide To Private Investigating: This handbook provides detailed information on the skills and techniques required for investigations, including phone tapping
and recording conversations, tracking down thieves, interviewing, interrogation and surveillance. A former FBI agent and current
private investigator also includes his own personal experiences, giving you all the knowledge you need to track down people and information.

Ausführliches Handbuch für alle, die mehr über die Methoden (amerikanischer) Privatdetektive erfahren möchten. Englisch!

PSYCHOLOGIE

Lydia BeneckeAuf dünnem Eis. Die Psychologie des Bösen:
Warum begehen manche Menschen grausame Verbrechen? Werden sie „böse“ geboren, haben schlicht kein Gewissen, oder entscheiden sie sich, „böse“ zu sein, und bleiben es dann ein Leben lang? Die Psychologin
und Therapeutin Lydia Benecke verbindet aktuelle Ergebnisse der psychologischen Forschung mit spannend rekonstruierten Kriminalfällen.

Lesenswertes Buch über die Beweggründe des „Bösen“. Hilfreich, wenn man seinen Tätern mehr psychologische Tiefe geben möchte.

Kevin DuttonPsychopathen: Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann: »Eine meisterhafte, sehr lesbare und unterhaltsame Darstellung der Psychopathie und ihrer Manifestationen im Alltag. Manche seiner Ideen werden kontrovers diskutiert werden, aber es ist ein höchst anregendes Buch für alle, die die ›psychopathische‹ Welt, in der sie leben, besser verstehen wollen.« Prof. Dr. Robert Hare, Erfinder der Psychopathy Checklist
Gut lesbare Abhandlung über Nachbarn, Chefs und Killer. Sie sind überall!

TÖDLICH

Amy StewartGemeine Gewächse: Das A bis Z der Pflanzen,
die morden, verstümmeln, berauschen und uns anderweitig ärgern
:
„Mein Buch ist für alle, die an Geschichte, an Krimis und an der Natur
im weitesten Sinne interessiert sind.“ Wer hätte gedacht, dass der Saft
der gesunden Holunderbeere roh das tödliche Zyanid enthält und
sogar Kidneybohnen, zu kurz gekocht, giftig sind und schwere
Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen können?

Fiese Ansammlung böser Pflanzen. Inspiriert zu fantasivollen Verbrechen.

Maurits VerzeleDer sanfte Tod: Suizidmethoden und Sterbehilfe:
Das Buch wurde unterteilt in zwei Methoden: Physikalische Methoden (Elektrizität, Rasiermesser, Erhängen, Feuerwaffen, zu Tode Stürzen ect.) und Chemische Methoden (Gifte, Insulin, Insektizide, Barbiturate usw.).
Kontrovers diskutiertes Buch, in dem Suzidmethoden in einer Art Kosten-Nutzen-Analyse dargelegt werden. Im Zweifel die Finger davon lassen.

Handwerkszeug

Handwerkszeug

Schreiben ist nicht zuletzt auch ein Handwerk. Einige von mir geprüfte
und für tauglich befundene Werkzeuge in Buch-Form (was sonst?) habe ich an dieser
Stelle aufgelistet. Denn für Autoren gilt:
Lesen ist die beste Übung. Neben dem
Schreiben, aber das versteht sich von selbst.

GRUNDAUSSTATTUNG

Sandra UschtrinHandbuch für Autorinnen und Autoren:
Das Handbuch für Autorinnen und Autoren bietet Orientierung.
Es hilft, sich im Dschungel der Informationen und Angebote zurechtzufinden. Das spart AutorInnen Zeit und (Lehr-)Geld.

Ein profundes Nachschlagewerk, eine sinnvolle Investition.

Sol SteinÜber das Schreiben: Bestsellerautor und Lektor Stein
gibt hier eine allgemeine Einführung in das Schreiben fiktionaler
und nichtfiktionaler Texte und zeigt dabei vor allem anhand
zahlreicher, anschaulicher Beispiele bekannter oder angehender
Schriftsteller, wie vorhandene Texte verbessert werden können.

Das Standardwerk. Informativ, kurzweilig, Lese- und Lernvergnügen.

Stephen KingDas Leben und das Schreiben: „Warum sollte gerade
ich von der Arbeit des Schriftstellers berichten? Wieso war gerade ich
der Ansicht, etwas Sinnvolles darüber zu sagen zu haben? Dieses Buch
ist ein Versuch, kurz und bündig darzulegen, wie ich zu dieser Kunst
kam, was ich inzwischen über sie weiß und wie sie gefertigt wird.“

Ein Muss für King-Fans – und für alle Schreibbegeisterten. Außergewöhnlicher Mix aus Memoiren und Schreibtipps.

Roy Peter ClarkDie 50 Werkzeuge für gutes Schreiben –
Handbuch für Autoren, Journalisten, Texter
: Praktische Beispiele
und Schreibanleitungen münden am Ende jedes Kapitels in einem „Workshop“. Ein Standardwerk für gutes Schreiben, das sich bei Journalisten, Schriftstellern und Autoren aller Genres etabliert hat.

Sehr gut ausgerüsteter Werkzeugkasten für Qualitäts-Text-Handwerker.

James N. FreyWie man einen verdammt guten Roman schreibt:
Ein verdammt guter Roman ist für Frey ein eindringlicher und spannender Roman. Und was der Romanautor in spe dafür braucht, kann er sich aus dem Baukasten des Erzählens holen, den Frey aufklappt: Starke, nicht stereotype Protagonisten in Konflikten; folgenschwere Ereignisse; großartige Höhepunkte; trickreiche Perspektiven u.v.m.

Solide Schritt-für-Schritt-Anleitung. Leicht verständlich & humorvoll.

Elizabeth GeorgeWort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch
zu schreiben
: Talent, Leidenschaft und Disziplin – das sind laut
Elizabeth George die drei Eigenschaften, ohne die eine literarische Karriere nicht denkbar ist.

Gut gefüllter Werkzeugkasten in äußerst lesenswerter Form.

Fritz GesingKreativ schreiben Handwerk und Technik des Erzählens: Fritz Gesings Standardwerk führt ein in die Techniken des Schreibens, vermittelt Regeln und belegt sie mit Beispielen aus der Weltliteratur.
Es hilft Anfängern, sich in die Kunst des Schreibens einzuarbeiten,
bietet aber auch Profis wertvolle Hinweise und Anregungen.

Systematisch aufgebaut, mit vielen praktischen Ratschlägen.

Titus MüllerVom Abenteuer, einen Roman zu schreiben:
Der Erfolgsautor Titus Müller gibt in diesem Band die Essenz seiner Schreiberfahrungen wieder – mit Leidenschaft, einem Augenzwinkern und vielen anschaulichen Beispielen aus der eigenen Schreibpraxis.
Schreibmotivation vom Profi. Für Anfänger und Fortgeschrittene.

Hans Peter RoentgenSpannung – der Unterleib der Literatur: Spannend möchten alle Autoren schreiben. Die Leser sollen im
Buch versinken und erst wieder auftauchen, wenn das Wort
Ende erreicht ist. Doch wie schreibt man spannend?

Praxisorientierter Ratgeber mit vielen Übungen.

KRIMI & THRILLER

James N. FreyWie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt. Von der Inspiration bis zum fertigen Manuskript:
Ein verdammt guter Krimi ist ein spannender Roman mit
lebensechten Figuren. Unterhaltsam, anschaulich und humorvoll
zeigt Frey, wie das Ensemble aus Mörder, Detektiv, amtlichen
Personen, Opfern, Verdächtigen, Zeugen und unbeteiligten
Zuschauern eine in sich schlüssige Welt bilden kann.

Kompakte Anleitung im unterhaltsamen Frey-Stil.

James N. FreyWie man einen verdammt guten Thriller schreibt:
Die äußerst lesenswerte und praxisorientierte Anleitung verrät
die Kniffe und Tricks eines erfahrenen Geschichtenerzählers.
Die Bibel für jeden Thriller-Autor.

Praxis pur mit anschaulichen und sehr gut analysierten Beispielen.

Patricia HighsmithSuspense oder Wie man einen Thriller schreibt:
Wie man einen Thriller schreibt – wer wüsste das besser als die Meisterin des subtilen Terrors und der Banalität des alltäglichen Schreckens? Patricia Highsmith lässt sich über die Schulter schauen. Sie hat ein Werkstattbuch geschrieben für alle, die selbst schreiben oder nur wissen wollen, warum sie vom Werk dieser Autorin so gefesselt sind.
Interessantes Werkstatt-Buch der Thriller-Queen.

SPRACHWERKZEUG

Susanne StreckerSchreibstilratgeber I: Erfolgreiche Heilung
von Adjektivitis, Bindewortentzündung & Co.
: Füllwörter, Passivformulierung, Verbfaulheit, „show, don’t tell“ – was genau
verbirgt sich dahinter? Dieser Ratgeber entspringt direkt dem Korrektorat. Die Autorin ist täglich mit den typischen Fehlern in Romanmanuskripten befasst. Anhand anhand vieler Beispiele erklärt sie,
welche Probleme sich immer wieder stellen und wie man sie löst.

Anregung, die eigenen Texte auf Fehlerquellen anzuklopfen.

Susanne StreckerSchreibstilratgeber II: Saubere Perspektiven
und klare Sicht auf falsche Brüder und andere Stolpersteine
:
Woran erkennt man den auktorialen, personalen oder neutralen Erzählstil? Was versteht man unter Innenperspektive, Außenperspektive, Innensicht und Außensicht? In leicht verständlicher Weise und anhand von Beispielen werden die Begriffe erläutert und die Unterschiede zwischen den Erzählsituationen aufgezeigt.
Fortsetzung der Text-Prüfung für Fehlersuchende.

PROFIAUSRÜSTUNG

Hans Peter RoentgenDrei Seiten für ein Exposé:
Exposés sind das Fegefeuer der Autoren. Leichter quetscht man einen
Elefanten durch ein Nadelöhr, als dass man einen 400-Seiten-Roman
auf drei Seiten Exposé eindampft.

Das Um und Auf, was Exposés betrifft. Unbedingt empfehlenswert.

Robert McKeeStory: Die Prinzipien des Drehbuchschreibens:
Hier geht es nicht um Formeln, sondern um Form. McKee behandelt die Basics wie Thema, Schauplatz und Atmosphäre und betont, wie wichtig
es ist, die Persönlichkeit der Figur zu erarbeiten.

Detailliert, praxisnah. Für alle (Drehbuch)Autoren empfehlenswert.

Alan AyckbournTheaterhandwerk: 101 selbstverständliche Regeln
für das Schreiben und Inszenieren
: Klar geschrieben, mit nützlichen Beispielen und einer Reihe von Anekdoten, deckt Ayckbourn von der Initialidee über das Schreiben und Erstellen von Plots, Schauplätzen, Figuren und Dialogen, bis hin zum Umgang mit »Stars« alles ab.
Pointierter Einblick in die Arbeit des Bühnenautors und Regisseurs.

Literaturzeitschrift Krautgarten (II): Zimmer Nr.5 (Erzählung)

Literaturzeitschrift Krautgarten (II): Zimmer Nr.5 (Erzählung)

Zimmer Nr.5 (Erzählung)
in: Krautgarten.
Forum für junge Literatur
Nr.66, S.44-46
ISSN 1374-7762
St. Vith/Belgien
erschienen: Juni 2015

„Weniger ein Zimmer, als vielmehr ein Gemach, wirkt es gleichermaßen einladend wie abweisend. Wie kein anderer Raum verkörpert es die Essenz des Hauses, seine Seele.“